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Posts

Nachkriegsdeutschland und die Wizarding World

Als ich neulich Harry Potter und der Orden des Phönix geschaut habe, ist mir etwas aufgefallen. Es gibt ein paar Gemeinsamkeiten zwischen der Wizarding World und Deutschland in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg. Deutschland wurde von 1933 bis 1945 vom faschistischen nationalsozialistischen Regime beherrscht. Bis elf Jahre vor der Handlung von Harry Potter wurde die Wizarding World von Voldemort und seinen Todesser*innen terrorisiert, ebenfalls eine faschistische Organisation, welche Muggel und Muggelgeborene als minderwertig ansieht und diese unterjochen bzw. auslöschen will. Soweit so bekannt. Interessant wird es jedoch, wenn wir betrachten, was jeweils nach dem Fall des Faschismus geschieht. In beiden Fällen gibt es die gleiche Strategie: Nämlich keine. Denn in erster Linie sind die Menschen erstmal froh, dass es vorbei ist. Deswegen fand weder in der Wizarding World, noch im Nachkriegsdeutschland eine wirkliche Aufarbeitung des Faschismus statt. Zwar gab es in Deutschland die...

Klassiker in der Schule

„A reader lives a thousand lives before he dies. The man who never reads lives only one.“ Diese Worte spricht Jojen Reed in George R.R. Martins Buchreihe „Das Lied von Eis und Feuer“. Doch was meint er damit? Jedes Mal wenn wir ein Buch aufschlagen, tut sich eine neue Welt vor uns auf, noch unentdeckt oder bevölkert von Figuren, die wir schon kennen und lieben. Wir erleben Abenteuer, verlieben uns mit den Charakteren, fühlen mit ihnen und sind traurig, wenn wir die letzte Seite erreichen und sie wieder verlassen müssen. Jedoch gibt es einen Ort, an dem vielen von uns das Lesen widerstrebt: Die Schule. Womöglich liegt dies am Lesestoff den wir dort vorgesetzt bekommen. Klassiker. Diese alten, verstaubten Bücher, die doch überhaupt nicht mehr in unsere Zeit passen. Und die Sprache erst, das verstehen wir doch heute gar nicht mehr. Natürlich gibt es Ideen, diese angeblichen Probleme zu lösen. Manche Verlage bieten mittlerweile sprachlich vereinfachte Versionen vieler Klassiker...

Us - Eine Interpretation

Dieser Post ist eine Interpretation des Films Us von Jordan Peele. Wenn ihr den Film noch nicht gesehen habt, empfehle ich euch diesen Text nicht zu lesen. „Darum werde ich, der HERR, Unheil über sie bringen, dem sie nicht entrinnen können. Und wenn sie zu mir um Hilfe schreien, höre ich nicht darauf.“ Das sind die Worte des Bibelverses Jeremia 11:11, welcher im Film Us von Jordan Peele eine zentrale Bedeutung hat. Genau das, was Gott in diesem Vers ankündigt, passiert in diesem Film. Die Tethered, eine Armee von Doppelgängern, kommen aus den Kanalisationen und beginnen Leute umzubringen, bevor sie sich in einer Reihe aufstellen und sich an den Händen halten. Um den Plan der Tethered zu verstehen, muss man einen Blick auf das Motiv des American Dream werfen. Laut diesem kann jeder, wenn er sich nur genug anstrengt, erfolgreich sein und in der Gesellschaft aufsteigen. Die Wilsons haben das anscheinend geschafft. Sie scheinen einigermaßen wohlhabend zu sein, wie der Besit...

Bedeutung des Namens

In der Filmanalyse bezeichnet der Begriff "Okularisierung" eine visuelle Perspektivierung. Wenn also in einem Film eine Okularisierung stattfindet, sieht das Publikum z.B. nur das was eine bestimmte Filmfigur gerade sieht. Auf diesem Blog will ich mich mit Filmen und Serien und anderen Themen die mich interessieren beschäftigen. Natürlich kann ich immer nur meine Sicht vermitteln, also sind die Meinungen die ich hier vertrete im gewissen Sinne "okularisiert".